Endodontologie – Wurzelkanalbehandlung

Mit einer modernen Wurzelkanalbehandlung hat man heutzutage sehr häufig die Möglichkeit, auch stark geschädigte, chronisch oder akut entzündete Zähne für lange Zeit zu erhalten und nicht ziehen zu müssen. Wichtig dabei ist vor allem die chemo-mechanische Aufbereitung. Das bedeutet, dass die schuldigen Bakterien, die durch tiefe Karies, undichte Kronen, Füllungen und Wurzelfüllungen oder aber in seltenen Fällen auch über stark geschädigte Zahnhalteapparate ins Wurzelkanalsystem eindringen konnten, durch eine konische Erweiterung unter ständigem Spülen mit desinfizierenden Lösungen möglichst vollständig aus dem Wurzelkanalsystem entfernt werden können. Abschließend muss dieses Niveau der Desinfektion auch durch eine optimal dichte, volumenstabile Wurzelfüllung im Wurzelkanal erhalten werden.

Dies hört sich nicht nur kompliziert an. Es erfordert ein hohes Maß an Präzision bei der Bestimmung der Wurzelkanallänge, bei der Erhaltung dieser ermittelten Länge über die gesamte Aufbereitung bis hin zum Abfüllen. Dabei steht uns heute ein noch genaueres elektronisches Verfahren als das Röntgen der Zahnwurzel zur Verfügung – die Endometrie. Bei der Aufbereitung geben besonders flexible Nickel-Titan-Instrumente den Kanälen dem natürlichen Verlauf entsprechend die Form. Ein aufwändiges Spülprotokoll mit je nach Indikation 3-4 verschiedenen Lösungen komplettiert die Aufbereitungsphase.

Ab Januar 2013 wollen wir hierfür nochmals modernere Technik und Methoden einsetzen, um Ihre Zähne optimal erhalten zu können. Wir verwenden dann neuartige Nickel-Titan-Feilen als Einmalinstrumente ein. Dadurch wird das Risiko der Feilenfrakturen durch Materialermüdung oder Schäden bei der Instrumentenaufbereitung sowie das Infektionsrisiko völlig ausgeschaltet.

Außerdem bieten wir dann die thermoplastische Wurzelfüllung an, womit das Füllmaterial das Kanalsystem noch wanddichter und kompakter ausfüllen kann. Dies alles wirkt sich positiv auf den Langzeiterfolg der Wurzelkanalbehandlung aus.